Swiss Open Systems User Group

Ist Open Source anders in der Beschaffung?

Über siebzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich am 27. Januar 2009 an der Veranstaltung “Öffentliche Ausschreibungen, AGB Bund und Open Source” in Bern über die Möglichkeiten für Open Source im Rahmen öffentlicher Beschaffungen in der Schweiz.

Referenten aus den Gebieten Recht und Informatik, sowohl Lieferanten wie Behördenvertreter stellten ihr Wissen an der Veranstaltung von /ch/open, LISOG mit Unterstützung der Schweizerischen Informatikkonferenz und des Informatikstrategieorgan des Bundes unter der Moderation von Marcel Bernet zur Verfügung.
In den Räumen der Universität Bern erläuterte Emmanuel Granges vom ISB welches die Rahmenbedingungen für OSS in den Beschaffungen der Bundesverwaltung aussehen. Die Möglichkeit zu reinen Open Source-Ausschreibungen verneinte er, legte aber dar, in welchen Bereichen Open Source Software punkten kann und wo Verbesserungsbedarf besteht.
Christian Laux (Niederer Kraft & Frey) untersuchte die rechtlichen Aspekte in den neuen Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Ausführlich ging er dabei auf die Problematik der Haftung und Gewährleistung ein und zeigte, wo für Vertragsverhandlungen Spielraum besteht.
Als Lieferant zeigte Bernhard Bühlmann, wie die Firma 4teamwork in der aktuellen Situation agiert und nannte Möglichkeiten, wie sich eine Ausschreibung unter Umständen auch vermeiden lässt.
Emanuel Meyer vom Eidgenössischen Institut für Geistiges Eigentum hob die urheberrechtlichen Klauseln in den Verträgen und AGB hervor und zeigte, dass sie in der gegenwärtigen Fassung mit einigen Open Source Lizenzen nicht einfach in Einklang zu bringen sind. Es entspann sich eine heftige Diskussion, ob die aktuellen Verträge der Bundesverwaltung einfach zu finden sei und immer klar sei, welche der verschiedenen AGB/Vertragsformen zum Zug kommen muss.
Grégoire Hernan stellte die von der SIK angepasste Version der GPL vor und erläuterte, weshalb diese im Umfeld Schweiz überlegen ist und dass sie mit der regulären GPL kompatibel ist.
Matthias Günter zeigte verschiedene Modelle, wie eine Freigabe von Open Source durch Behörden erfolgen kann und welche Restriktionen dabei auftreten. Igor Metz von der Firma Glue rundete mit konkreten Beispielen von Lösungen aus dem Umfeld elektronischer Behördenverkehr die Veranstaltung ab.

Fotos

Fotos - bitte vor Weiterverwendung anfragen!

Kontakt für weitere Auskünfte

Marcel Bernet, +41 44 342 22 23
Vorstand, /ch/open

Download Unterlagen und Pressemitteilung

Presseverteiler

Wenn Sie in den Presseverteiler eingetragen werden möchten, schreiben Sie uns bitte an info@ch-open.ch

Letzte Änderung: 17. Jun 2009

/ch/open is Member of ICT Switzerland
Puzzle ITC Hosting sponsored by Puzzle ITC
Swiss Open Systems User Group • /ch/open • Postfach 2322 • 8033 Zürich • http://www.ch-open.ch